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Häusliche Gewalt ist in der Regel kein einmaliges, außergewöhnliches Ereignis.
Es handelt sich um ein komplexes Misshandlungssystem, wo Handlungs- und Verhaltensweisen darauf abzielen,
MACHT und KONTROLLE über eine andere Person,
ihr Handeln und Denken zu gewinnen.
Körperliche und sexuelle Gewalttaten sind u. a. ein Teil des Geschehens.
Die Thüringer Lenkungsgruppe „Wege aus der häuslichen Gewalt“ bezeichnet häusliche Gewalt als Gewaltstraftaten
- physischer und psychischer Art - zwischen Personen
- in einer partnerschaftlichen Beziehung, die derzeit besteht, sich in Auflösung befindet oder aufgelöst ist (unabhängig vom Tatort, auch ohne gemeinsamen Wohnsitz),
oder
- die in einem Angehörigenverhältnis zueinander stehen, soweit es sich nicht um Straftaten ausschließlich zum Nachteil von Kindern handelt.
Kinder und Jugendliche, die in solchen Gemeinschaften leben, gelten hierbei als Opfer, da sie das Gewaltgeschehen miterleben.
Andauernde häusliche Gewalt zwingt Betroffene zu einem Leben in ständiger Angst vor dem nächsten, unkalkulierbaren Gewaltausbruch.
Sie zerstört das Selbstbewusstsein der Partnerin und macht sie schließlich handlungsunfähig.
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